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LED-Streifen kaufen: Die ultimative Entscheidungs-Checkliste 2026

Du willst LED-Streifen kaufen, aber die Auswahl erschlägt dich? Kein Wunder – zwischen einfarbig, CCT, RGB, RGBW und adressierbar gibt es dutzende Varianten. Diese Checkliste hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen, ohne dich durch endlose Datenblätter zu kämpfen.

Schritt 1: Was soll das Licht können?

Bevor du nach Produkten suchst, kläre diese Grundfrage:

Einen detaillierten Vergleich aller Typen findest du in LED-Streifen richtig auswählen.

Schritt 2: 12V oder 24V?

Die Betriebsspannung beeinflusst, wie weit du einen Streifen ohne Helligkeitsverlust verlegen kannst:

  • 12V: Günstiger, kürzere Schneideabstände – aber ab ca. 3 Metern wird der Spannungsabfall sichtbar
  • 24V: Längere Strecken möglich (bis ~5 m ohne Probleme), weniger Strom auf den Leitungen

Empfehlung: Für die meisten DIY-Projekte ist 24V die bessere Wahl. Alle Details dazu in 12V oder 24V – was ist wirklich besser?

Schritt 3: Wie hell soll es werden?

Die Helligkeit wird in Lumen pro Meter (lm/m) angegeben. Als Orientierung:

EinsatzEmpfohlene Helligkeit
Akzentlicht, Orientierung200–400 lm/m
Indirekte Beleuchtung (Voute)500–800 lm/m
Arbeitslicht (Küche, Schreibtisch)800–1200 lm/m
Hauptbeleuchtung (Raum ausleuchten)1000–1500 lm/m

Bedenke: Bei indirekter Beleuchtung geht 40–60 % des Lichts durch Reflexion verloren. Du brauchst also deutlich mehr Lumen als bei direkter Beleuchtung. Wie du den richtigen Lumen-Wert für dein Projekt findest, erfährst du in LED-Streifen: Wie viele Lumen brauche ich?

Schritt 4: SMD oder COB?

Zwei Bauformen dominieren den Markt:

  • SMD-Streifen (z. B. 2835, 5050): Einzelne LED-Chips auf dem Band, sichtbare Lichtpunkte. Günstig, bewährt, riesige Auswahl.
  • COB-Streifen: LEDs unter einer durchgehenden Phosphorschicht – das Ergebnis ist eine gleichmäßige Lichtlinie ohne sichtbare Punkte. Ideal für offene Montage oder flache Profile.

Faustregel: Wenn der Streifen sichtbar ist (z. B. in einem flachen Profil), greif zu COB. Hinter einer Voute oder unter Schränken reicht SMD.

Schritt 5: Welches Netzteil?

Das Netzteil muss zur Spannung und Leistung deines Streifens passen. Die Formel ist einfach:

Netzteil-Leistung = Watt pro Meter × Länge × 1,25

Die 25 % Reserve sorgen dafür, dass das Netzteil kühl bleibt und lang hält. Eine vollständige Anleitung gibt es in Netzteil für LED-Streifen berechnen.

Schritt 6: Brauche ich ein Alu-Profil?

  • Ja, wenn: Der Streifen mehr als ~10 W/m hat, sichtbar montiert wird oder du eine saubere Lichtlinie willst
  • Optional: Hinter Vouten, unter Schränken oder bei niedrigerer Leistung
  • Vorteil: Kühlung verlängert die Lebensdauer, Diffusor entblendet das Licht

Tipps zur Profilwahl findest du in Indirekte Beleuchtung richtig planen.

Schritt 7: Wie willst du steuern?

Die Steuerung hängt vom Streifentyp ab:

StreifentypController-EmpfehlungSmarthome
EinfarbigPWM-Dimmer oder Zigbee-DimmerJa (Zigbee)
CCTMiBoxer Zigbee 2-KanalJa (Zigbee)
RGB / RGBWMiBoxer Zigbee 5-KanalJa (Zigbee)
AdressierbarESP32 + WLEDJa (WLAN)

Mehr dazu in LED-Streifen ins Smarthome integrieren.

Die Checkliste zum Abhaken

Bevor du bestellst, geh diese Punkte durch:

  • Streifentyp festgelegt (einfarbig / CCT / RGB / RGBW / adressierbar)
  • Spannung gewählt (12V oder 24V – im Zweifel 24V)
  • Helligkeit passend zum Einsatzzweck (lm/m prüfen)
  • Länge ausgemessen (Verschnitt einplanen!)
  • Netzteil berechnet (W/m × Meter × 1,25)
  • Controller/Dimmer passend zum Streifen und Smarthome-Wunsch
  • Profil/Diffusor nötig? Bei sichtbarer Montage oder hoher Leistung: ja
  • Verbinder und Kabel bestellt (passend zu Breite und Pinanzahl)
  • IP-Schutz geprüft (IP20 = trocken, IP65/67 = Feucht/Außen)
  • ☑ Bei Strecken über 5 m: Einspeisung von beiden Seiten geplant

Typische Fehler beim LED-Streifen-Kauf

  • Nur nach Preis kaufen: Billige No-Name-Streifen haben oft schlechte Farbwiedergabe (CRI unter 80) und flackern beim Dimmen
  • Netzteil vergessen: LED-Streifen werden immer ohne Netzteil geliefert – du brauchst eins mit passender Spannung und Leistung
  • Falscher Controller: Ein 3-Kanal-Controller kann keinen RGBW-Streifen vollständig steuern – der Weißkanal bleibt dunkel
  • Keine Einspeisung geplant: Lange Streifen werden am Ende dunkler, wenn du nicht von beiden Seiten einspeist
  • IP-Schutz ignoriert: Im Bad oder Außenbereich brauchst du mindestens IP65

Was du tun kannst, wenn trotzdem etwas nicht funktioniert, erfährst du in LED-Streifen flackert? Fehler & Lösungen.

Fazit: Mit System zum richtigen LED-Streifen

Die wichtigste Regel: Erst planen, dann kaufen. Wenn du die Punkte dieser Checkliste durchgehst, sparst du dir Fehlkäufe und Frust. Die meisten Probleme entstehen nicht durch schlechte Produkte, sondern durch falsches Zusammenspiel der Komponenten.

LED-Streifen, passende Netzteile, Controller und Verbinder findest du z. B. bei LongLife-LED.de – dort gibt es auch das praktische SETLINK-Stecksystem, das die Verkabelung deutlich vereinfacht.

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