Eine beleuchtete Treppe sieht nicht nur toll aus, sondern sorgt auch für Sicherheit – besonders nachts. LED-Streifen sind die beliebteste Lösung: flexible Montage, dimmbar und per Smarthome steuerbar. In diesem Artikel planst du deine Treppenbeleuchtung Schritt für Schritt.
Wo sitzt der LED-Streifen?
Es gibt drei gängige Montagepositionen:
| Position | Wirkung | Aufwand |
|---|---|---|
| Unter der Stufennase | Weiche Lichtlinie, Stufe wird von oben sichtbar | Mittel |
| Seitlich an der Wand | Indirektes Licht, elegant | Gering |
| In einer Nut in der Stufe | Bündig, sehr clean | Hoch (Fräsarbeit) |
Am beliebtesten ist die Montage unter der Stufennase – sie beleuchtet die darunterliegende Stufe und erzeugt eine gleichmäßige Lichtlinie. Ein Alu-Profil mit Diffusor sorgt für entblendetes Licht.
Welcher LED-Streifen für die Treppe?
- Typ: Einfarbig warmweiß (2700–3000K) ist der Klassiker. CCT, wenn du die Farbtemperatur anpassen willst.
- Helligkeit: 200–400 lm/m reichen als Orientierungslicht. Mehr braucht es auf der Treppe nicht.
- Bauform: COB-Streifen für eine gleichmäßige Lichtlinie ohne sichtbare LED-Punkte. Besonders wichtig, wenn kein tiefer Diffusor zum Einsatz kommt.
- Spannung: 24V empfohlen – weniger Spannungsabfall bei der Verkabelung von 12+ Stufen.
- IP-Schutz: IP20 reicht für Innentreppen. Für Außentreppen mindestens IP65.
Welcher Streifentyp zu deinem Projekt passt, erfährst du in LED-Streifen richtig auswählen.
Stückliste für eine typische Treppe (13 Stufen)
| Komponente | Menge | Hinweis |
|---|---|---|
| LED-Streifen 24V warmweiß | ~10 m (13 × 70–80 cm) | Pro Stufe ein Stück, Breite der Stufe |
| Alu-Profil flach | 13 Stück à 70–80 cm | Flaches Aufbauprofil mit Diffusor |
| Netzteil 24V | 1 Stück | Leistung berechnen: W/m × 10 m × 1,25 |
| Verbindungskabel | ~15 m | 2-adrig, 0,75 mm², von Stufe zu Stufe |
| Dimmer/Controller | 1 Stück | PWM-Dimmer oder Zigbee-Controller |
| Verbinder/Klemmen | nach Bedarf | Für saubere Kabelverbindungen |
Verkabelung planen
Die Verkabelung ist der aufwendigste Teil. Du hast zwei Optionen:
Option A: Alle Stufen parallel (ein Kanal)
Alle Stufen hängen am selben Controller und leuchten gleichzeitig. Einfach zu verkabeln: Ein Hauptkabel läuft seitlich die Treppe entlang, von dem kurze Abzweigungen zu jeder Stufe gehen.
- Vorteil: Einfach, ein Controller, ein Netzteil
- Nachteil: Alle Stufen gehen gleichzeitig an/aus – kein Lauflicht-Effekt
Option B: Stufen einzeln steuerbar (adressierbar)
Jede Stufe wird separat angesteuert. Dafür brauchst du adressierbare LED-Streifen (WS2812B) oder einen Controller mit vielen Ausgängen. Das ermöglicht Lauflicht-Effekte: Die Stufen leuchten nacheinander auf, wenn du die Treppe betrittst.
- Vorteil: Beeindruckend, Lauflicht, Automationen
- Nachteil: Komplexere Verkabelung und Programmierung
Montage Schritt für Schritt
- Stufen ausmessen: Breite jeder Stufe messen, LED-Streifen auf Länge schneiden (nur an den markierten Schnittstellen!)
- Alu-Profile zuschneiden: Profile auf Stufenbreite kürzen, Enden entgraten
- Kabelkanäle planen: Wo laufen die Kabel? Idealerweise in einer Fuge an der Wand oder unter einem Kabelkanal seitlich der Treppe
- Profile montieren: An der Unterseite der Stufennase kleben oder schrauben
- LED-Streifen einkleben: Streifen in die Profile kleben, Kabelenden nach einer Seite führen
- Verkabeln: Alle Stufen mit dem Hauptkabel verbinden, auf korrekte Polarität achten
- Controller und Netzteil anschließen: Am besten versteckt am Fuß oder Kopf der Treppe
- Testen und dimmen: Alle Stufen prüfen, Helligkeit auf angenehmes Niveau einstellen
Smarthome-Anbindung
Treppenbeleuchtung wird erst richtig praktisch mit Automatisierung:
- Bewegungsmelder oben und unten an der Treppe → Licht geht automatisch an
- Zeitsteuerung: Nur abends und nachts aktiv, tagsüber aus
- Helligkeit nach Uhrzeit: Nachts nur 10 % Helligkeit, abends 50 %
- Lauflicht: Mit WLED oder Home Assistant und adressierbaren Streifen
Wie die Smarthome-Anbindung funktioniert, erfährst du in LED-Streifen ins Smarthome integrieren.
Häufige Fehler
- Zu hell: Treppenbeleuchtung ist Orientierungslicht – 200 lm/m reichen. Zu hell blendet nachts.
- Kein Diffusor: Ohne Profil mit Diffusor siehst du einzelne LED-Punkte – das sieht billig aus.
- Kabel sichtbar: Die Verkabelung muss unsichtbar sein, sonst ist der Effekt dahin.
- Falsche Schnittlänge: LED-Streifen nur an den markierten Stellen schneiden – sonst bleiben LEDs dunkel.
Fazit: Aufwand lohnt sich
Eine LED-Treppenbeleuchtung braucht etwas Planung bei der Verkabelung, aber das Ergebnis ist beeindruckend: sicheres, stimmungsvolles Licht, das sich perfekt in dein Smarthome integriert. Starte mit der einfachen Variante (alle Stufen parallel) und rüste bei Bedarf auf adressierbare Streifen um.
Das passende Netzteil berechnest du mit unserem Guide Netzteil für LED-Streifen berechnen. LED-Streifen, Profile und Verbinder findest du bei LongLife-LED.de.
