Einbaustrahler sind die eleganteste Lösung für gleichmäßiges Deckenlicht – sie verschwinden komplett in der Decke und sorgen für eine saubere Optik. Aber wie viele Strahler brauchst du? In welchem Abstand? Und was passiert, wenn du zu wenige oder zu viele planst? Hier bekommst du die wichtigsten Planungsregeln auf einen Blick.
Wie viele Einbaustrahler brauche ich?
Die Anzahl hängt von der Raumgröße und der Lichtstärke der einzelnen Strahler ab. Als Orientierung:
| Raum | Empfohlene Beleuchtungsstärke | Lumen gesamt (Beispiel 15 m²) |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 200–300 Lux | 3.000–4.500 lm |
| Küche | 300–500 Lux | 4.500–7.500 lm |
| Badezimmer | 250–400 Lux | 3.750–6.000 lm |
| Flur | 100–200 Lux | 1.500–3.000 lm |
| Büro/Arbeitsplatz | 400–500 Lux | 6.000–7.500 lm |
Rechnung: Raumfläche (m²) × Lux-Wert = benötigte Lumen gesamt. Diese Summe teilst du durch die Lumen-Angabe eines einzelnen Strahlers.
Beispiel: Küche mit 12 m², 400 Lux gewünscht → 4.800 lm. Bei Strahlern mit je 600 lm brauchst du 8 Strahler.
Der richtige Abstand
Zu enge Abstände erzeugen helle Flecken, zu große lassen dunkle Bereiche entstehen. Die Faustregel:
- Abstand zwischen Strahlern: 80–120 cm (abhängig vom Abstrahlwinkel)
- Abstand zur Wand: Mindestens 50–60 cm, damit die Wand nicht zu hell angestrahlt wird
- Rastermaß: Am besten ein gleichmäßiges Raster planen (z. B. 100 × 100 cm)
Abstrahlwinkel beachten
Der Abstrahlwinkel bestimmt, wie breit der Lichtkegel ist:
| Abstrahlwinkel | Lichtkegel bei 2,5 m Deckenhöhe | Einsatz |
|---|---|---|
| 24–36° | ~1,0–1,6 m Durchmesser | Gerichtetes Akzentlicht |
| 38–60° | ~1,7–2,9 m Durchmesser | Allgemeinbeleuchtung |
| 60–90° | ~2,9–5,0 m Durchmesser | Flächige Ausleuchtung |
Für die Allgemeinbeleuchtung empfehlen sich Strahler mit 38–60° Abstrahlwinkel. Bei engem Winkel (24–36°) brauchst du mehr Strahler, um den Raum gleichmäßig auszuleuchten.
Einbautiefe: Passt der Strahler in meine Decke?
Die Einbautiefe ist ein häufig unterschätzter Punkt:
- Flache LED-Strahler: 25–35 mm – passen in fast jede abgehängte Decke
- Standard-Strahler (GU10): 60–80 mm – brauchen mehr Platz
- Schwenkbare Strahler: Bis zu 100 mm – am besten vorher nachmessen
Tipp: Bei Betondecken mit wenig Platz sind flache LED-Module die beste Wahl. Sie brauchen keinen GU10-Sockel und sind oft nur 25 mm tief.
Farbtemperatur und Dimmbarkeit
- 2700K (warmweiß): Gemütlich, ideal für Wohnzimmer und Schlafzimmer
- 3000K: Warm, aber etwas neutraler – guter Allrounder
- 4000K (neutralweiß): Klar und aktivierend – gut für Küche, Bad, Arbeitsbereiche
Wenn du dimmen willst, achte darauf, dass der Strahler als dimmbar gekennzeichnet ist – und verwende einen LED-kompatiblen Dimmer. Warum das wichtig ist, erfährst du in Dimmbare LED-Einbaustrahler – warum es oft flackert.
Typische Planungsfehler
- Zu wenige Strahler: Dunkle Ecken und ungleichmäßige Ausleuchtung
- Zu viele Strahler: „Sternenhimmel-Effekt“, unruhige Decke, hohe Kosten
- Zu nah an der Wand: Helle Lichtflecken an der Wand, unschöne Schatten
- Einbautiefe nicht geprüft: Strahler passt nicht in die Decke
- Nicht dimmbar: Abends ist das Licht zu hell, ohne Dimmer keine Lösung
Einbaustrahler mit LED-Streifen kombinieren
Die Kombination aus Einbaustrahlern und LED-Streifen ergibt das flexibelste Lichtkonzept: Strahler für die Grundhelligkeit, Streifen für Stimmung und Akzente. Mehr dazu in Einbaustrahler oder LED-Strip.
Fazit: Gute Planung spart Frust
Miss deinen Raum aus, berechne die nötigen Lumen und plane die Strahler in einem gleichmäßigen Raster. Achte auf den Abstrahlwinkel, die Einbautiefe und die Dimmbarkeit – dann bekommst du ein Ergebnis, das professionell aussieht und funktioniert.
Einbaustrahler in verschiedenen Bauformen und IP-Schutzklassen findest du bei LongLife-LED.de.

Ein Gedanke zu „Einbaustrahler richtig planen: Abstand, Anzahl & Lichtwirkung“